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Was sind Telepräsenzroboter oder Avatare?

Für manche Schülerinnen und Schüler ist ein regelmäßiger Schulbesuch aufgrund chronischer Erkrankungen, medizinischer oder therapeutischer Behandlungen sowie psychischer Belastungen wie Schulangst zeitweise nicht möglich. Längere Fehlzeiten wirken sich dabei nicht nur auf den Lernprozess, sondern auch auf die soziale Teilhabe und das emotionale Wohlbefinden aus.

Telepräsenzroboter (auch Avatare genannt) können hier eine unterstützende Möglichkeit bieten. Die kleinen Roboter sind mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet, werden im Klassenraum auf dem Platz der Lernenden positioniert und aus der Ferne gesteuert. So können Kinder und Jugendliche von zu Hause oder aus dem Krankenhaus am Unterricht teilnehmen, Fragen stellen und mit der Klasse in Kontakt bleiben.

Im Vergleich zu einer einfachen Webcam ermöglichen Avatare eine aktivere Teilnahme am Unterrichtsgeschehen: Flexible Blickrichtungen schaffen mehr Interaktion und Präsenz. Ziel ihres Einsatzes ist es, den Kontakt zur Klassengemeinschaft aufrechtzuerhalten und Kontinuität im Lernen zu fördern. Dabei ersetzen Avatare den Präsenzunterricht nicht, sondern dienen als ergänzende Unterstützung in Zeiten längerer Abwesenheit. Gleichzeitig erfordert ihr Einsatz pädagogische und technische Begleitung, um mögliche Herausforderungen, wie etwa Ablenkungen im Unterricht, angemessen zu berücksichtigen.

Der Telepräsenzavatar Avapingu im Einsatz. Er schaut auf ein Arbeitsblatt.

Die Besonderheiten von Avapingu

Avapingu möchte langfristig erkrankten Kindern ermöglichen, trotz Abwesenheit am Unterricht und am sozialen Leben teilzunehmen, mit einem System, das bezahlbar, offen und datenschutzkonform ist:

  • Kosten: Deutlich günstiger als Marktstandard mit einem Komplettsystem von ca. 1.000–1.500 € statt 4.000 € und mehr. Laufende Kosten ab 20 €/Monat statt 80 € und mehr.
  • Datenschutz: Der Server ist in Ihrer Hand. Avapingu nutzt Open-Source-Software, ein eigener Server ist möglich, dazu verschlüsselte Übertragung. Es gibt keine Hersteller-Cloud.
  • Wartbar & anpassbar: Standardkomponenten, 3D-Druck, offene Dokumentation. Keine Anbieterbindung.
  • Teilhabe: Mehr als „nur ein Video“. Hören, sprechen, Kamera steuern, Status-LEDs für „melden“ oder „Ruhe“.

Die Figur Avapingu

Das System wurde bewusst modular und nachhaltig konzipiert. Alle Komponenten lassen sich ohne spezielles Werkzeug montieren, austauschen oder erweitern, wodurch Wartung und Anpassungen im schulischen Alltag deutlich erleichtert werden. Für einen sicheren Einsatz kommen ausschließlich USB- und Niedervolt-Komponenten zum Einsatz. Die Stromversorgung erfolgt über eine abnehmbare Powerbank, sodass vollständig auf Netzspannung im Klassenzimmer verzichtet werden kann.

Die Halterung des Systems wird im 3D-Druckverfahren aus robusten Materialien wie PETG oder PLA gefertigt. Integrierte Lüftungsöffnungen unterstützen eine zuverlässige Kühlung der Technik und tragen zu einem stabilen Betrieb bei. Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz von 3D-Druck eine flexible und kostengünstige Anpassung an unterschiedliche Anforderungen.

Ein weiterer Vorteil liegt in der offenen und herstellerneutralen Gestaltung des Systems: Die verwendeten Komponenten können frei gewählt und bei Bedarf ersetzt werden. Durch die offene Dokumentation bleibt das System transparent, wartbar und langfristig nutzbar, ohne Abhängigkeit von einzelnen Herstellern oder proprietären Lösungen.

Auf dem Foto sieht man den Avapingu in Frontansicht mit Erklärungen zu seinem Aufbau.

Wenn wir Ihr Interesse an Avapingu geweckt haben, setzen Sie sich mit uns in Kontakt.

Falls Sie sich selbst noch ein genaueres Bild machen wollen, schauen Sie auf der offiziellen Webseite von Avapingu nach.